Erste Freizeit für betroffene Großeltern

„Abzuschalten und Kraft zu schöpfen für alles was noch kommen kann“   Wenn ein Kind an Krebs erkrankt, wird die Familie wie von einem Sturm umgeworfen. Der Alltag bricht zusammen, und die Erkrankung wird zum Mittelpunkt des Lebens. Großeltern leiden doppelt. Wenn ihr Enkelkind an Krebs erkrankt, müssen sie nicht nur erleben, wie das Enkelkind unter der Erkrankung leidet, sondern sie erleben auch das Leid ihrer eigenen Kinder. Die am meisten belastende Empfindung dabei: Hilflosigkeit. „Es ist diese Ohnmacht, die so schwer auszuhalten ist. Nichts tun zu können, außer dem kranken Enkelkind oder dessen Geschwistern ein warmes Mittagessen zu kochen.“ Aber ist das wirklich „nichts“?

Im Elternhaus des Fördervereins für krebskranke Kinder Tübingen e.V.  sind immer wieder Großeltern zu Gast, die Ihre Kinder unterstützen oder die Kinder in der Betreuung des Enkelkindes ablösen. Wenn die Krebsbehandlung schon seit Monaten anhält und der Vater des erkrankten Kindes wieder arbeiten gehen muss, um seinen Job nicht zu verlieren, die Mutter auch mal wieder ein paar Nächte bei dem Geschwisterkind daheim sein möchte, dann springen die Großeltern ein. Eine für sie selbstverständliche Geste – „man tut, was man kann.“

Um diese Geste und den Einsatz zu würdigen und eine Plattform für Austausch herzustellen, bot der Förderverein im November eine Freizeit für Großeltern krebskranker Kinder an. Ein Wochenende im Kloster Untermarchtal mit Zeit zur Besinnung, zum Abschalten und Loslassen, zum Durchatmen, zum fein Essen, Spazierengehen und auch mal fröhlich sein.

In den Gesprächen wurde klar, wie wichtig die Rolle der Oma ist, die Kontinuität und Struktur durch die regelmäßigen Mahlzeiten bietet, und die Rolle des Opas, der entspannt auch mal in Ruhe ein Buch vorliest und Zeit für Quatsch hat. Oftmals würde das ganze Familiensystem zusammenkrachen, wenn nicht die Unterstützung und der Anker der Großeltern vorhanden wären. Doch auch sie brauchen dazwischen Oasen und Zeit, um „abzuschalten und Kraft zu schöpfen, für alles was noch kommen kann.“

Eine Großmutter, deren Enkelkind die Behandlung schon abschließen konnte, meint: „Mit etwas Abstand haben mich die Erzählungen der Großeltern, deren Enkel noch mittendrin in den Therapien und Chemos sind, dankbar gemacht. Mein Wunsch ist, dass es noch weitere Freizeiten gibt und somit noch viele andere Großeltern eine gute Zeit haben dürfen.“

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