Infobesuch für Ehrenamtliche in Klinik

Die Diagnose Leukämie löst sowohl bei betroffenen Kindern als auch bei den Eltern und Geschwistern große Angst und Betroffenheit aus. Wenn diese tödliche Krankheit rechtzeitig erkannt wird, führen die heutigen Behandlungsmethoden jedoch zu einem immer größer werdenden Erfolg.

Eine sehr wichtige Therapieform zur Bekämpfung der Leukämie ist die Stamm-zellentransplantation. Die Universitätsklinik Tübingen zählt zu den größten und erfahrensten Transplantationszentren Deutschlands.

Über die aktuellsten Entwicklungen in diesem Bereich konnten sich Vorstandsmitglieder, Mitarbeiter und ehrenamtliche Helfer des Fördervereins bei einem Informationsbesuch in der Tübinger Kinderklinik persönlich überzeugen.

Nach der Begrüßung berichtete der stellvertretende ärztliche Direktor der Kinderklinik und Bereichsleiter der Stammzellentransplantation, Herr Prof. Dr. Peter Lang, über neueste Forschungsergebnisse bei Tumoren von krebskranken Kindern. Zentrale Entwicklungen und neue Chancen lägen vor allem im Bereich der Immuntherapie, Impfung sowie in der Behandlung mit Antikörpern.

Der Vortrag von Frau Anne-Maria Lang, Doktorandin der Biologie, zeigte die Gefahren von Virusinfektionen nach Stammzelltransplantationen auf. Das Ziel der Immuntherapie mit T-Zellen ist es, gegen bedrohliche Infektionen vorzugehen, die nach einer Stammzelltransplantation lebensgefährliche Erkrankungen hervorrufen können.

Desweiteren berichtete Dr. Rabsteyn, Mitarbeiter von Prof. Lang im Stammzelllabor, über die klinische Studie „Individualisierte Peptidvakzinierung“, bei welcher im Rahmen der Antigenprozessierung und der Identifikation von mutierten Antigenen an Patienten 16 Impfungen im Zeitraum vom 9 Monaten verabreicht werden, um die Immunabwehr gegen Krebszellen zu verstärken.

Bei der anschließenden Besichtigung der Laboreinrichtungen erhielten die Besucher einen umfangreichen Eindruck von der praktischen Arbeit der Stammzellgewinnung  und –forschung. So konnten unter dem Mikroskop z. B. gesunde und kranke Blutzellen anschaulich betrachtet werden.

Abschließend wurde den Besuchern noch der Bereich gezeigt, in dem Stammzellen bei -180 Grad Celsius unter flüssigem Stickstoff nahezu unbegrenzt gelagert werden können.

Der Vorsitzende des Fördervereins, Anton Hofmann, bedankte sich am Ende des Rundgangs bei Prof. Dr. Lang und seinen Mitarbeitern für die Möglichkeit, durch diesen Klinikbesuch wichtige Informationen über die Arbeit der Stammzellenforschung und – anwendung zu bekommen. Ebenso bedankte er sich bei den Forschern  für ihren großartigen Einsatz, Leukämie und andere Krebsformen immer besser und nachhaltiger behandeln zu können. Auch Prof. Dr. Lang bedankte sich ausdrücklich beim Förderverein für die langjährige, vielfältige und nachhaltige  Unterstützung der Kinderklinik.

Herbert Hettesheimer (Ehrenamtlicher vom Förderverein)

Klinikbesuch Ehrenamtliche
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